Mütter wie Väter fühlen sich heute unter Druck, immer alles perfekt machen zu müssen. Heutzutage bekommt man als Mutter schon in der Schwangerschaft zig Ernährungsregeln vorgesetzt, dank derer das ungeborene Kind besonders gesund, klug und ausgeglichen wird. Junge Frauen werden zum Stillen nicht nur angeregt, sondern von Kinderärzten und Stilllobbyisten geradezu dazu gezwungen. Sie zerbrechen sich den Kopf über Einschlafrituale, homöopathische Zäpfchen gegen Zahnschmerzen oder den Bioanteil im Baumwollbody. Die Väter debattieren miteinander über das richtige Maß an Strenge in ihrer Erziehung und zermartern sich das Gehirn über die Frage, ob sie nun ein Familienhaus im Grünen finanzieren müssen.
Doch mal ganz ehrlich: Überschätzen wir vor lauter schlechtem Gewissen nicht gehörig unsere eigene Bedeutung? Und setzen wir uns nicht an völlig falschen Stellen viel zu viel unter Druck? Tatsache ist: Oft prägen wir unsere Kinder gerade dann am meisten, wenn wir es gar nicht vorhaben.
Dieses Sachbuch für Eltern nimmt sich einige der Themen vor, über die wir besonders viel grübeln. Und schaut jeweils genau nach, wie groß denn nun unser Einfluss ist:
... durch unsere Gene?
... während der Schwangerschaft?
... durch unsere Erziehung?
... durch die Wahl unseres Wohnortes?
... durch unsere Entscheidung für weitere Kinder?
... durch Frühförderung?
... als Paar?
„Erziehungsquatsch“ ist ein Plädoyer für ein entspanntes Elterndasein und liefert zugleich einen fundierten Überblick über die bestehende Ratgeberliteratur rund um das Thema Erziehung.
Das Buch ist im Heyne Verlag erschienen. Ihr könnt es in den Buchhandlungen kaufen oder bei Amazon.